Überbevölkerung bald eine (ökonomische) Waffe?

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Belarus nutzt Migranten als Waffe und erpresst damit den Westen. Theoretisch droht uns die gleiche Gefahr seitens der afrikanischen Autokraten, die ihren „Bevölkerungsüberschuss“ für eine finanzielle Erpressung oder Straffreiheit vor internationalen Tribunalen nutzen könnten. Gegen eine Überbevölkerung gibt es jedoch ökonomische Abwehrmittel deren Einsetzung die Politik und die Geldgeber allerdings nicht scheuen dürfen.

Schwarzafrika unfähig die Armutsspirale zu brechen – Migration als Lösung

Kolonialismus, Sklaverei, Krieg, Epidemien, Hunger, Vertreibung – der Klimawandel darf ebenso wenig fehlen – werden unisono als Migrationsgrund genannt, nicht aber die hausgemachte Überbevölkerung. Dabei hinkt in Schwarzafrika seit Jahrzehnten die Wirtschaftsentwicklung dauerhaft der Bevölkerungsexplosion hinterher. Die Problemlösung sieht die Region allein im „Export des Bevölkerungsüberschusses“ in den Westen.

Schwarzafrika (in Gesamtafrika leben etwa 15% in Nordafrika) ist heute der Weltmeister im Kinderkriegen und gleichzeitig das Armenhaus der Welt. Über 1,3 Milliarden Einwohner lebt hier von durchschnittlich 3 bis 4 USD täglich, die zum Teil noch von westlichen Hilfen kommen. Das Desaster liegt sowohl an der Leistungsunwilligkeit oder -unmöglichkeit – das ist aber ein weiteres Tabu, welches nicht ausgesprochen werden soll. Schon simple Weltbank-Statistiken zeigen, dass Ostasien oder Lateinamerika – beides Regionen die ebenfalls mit postkolonialer Vergangenheit belastet sind – verstehen hohes Bevölkerungswachstum mit einer auskömmlichen Wirtschaft zu vereinbaren. Schwarzafrika aber nicht.

 

Die meisten Länder Subsaharas befindet sich im Teufelskreis von Unterentwicklung und Kinderreichtum gefangen. Die wichtigsten Zusammenhänge sind den Entscheidungsträgern (Geldgeber, Kirchen, Entwicklungspolitiker) bekannt. Es gibt hier kein Erkennungs-, sondern ein Handlungsdefizit. Hier die Kausalitätskette:

  1. Viele Kinder sollen die fehlende Altersvorsorge ersetzen, sie bekommen aber ihrerseits später eigene Kinder und der Kreis schließt sich.
  2. Bei übermäßigen Kinderreichtum fehlt das Geld für die Ausbildung, vor allem das für Frauen und Mädchen. Frauen mit Schulbildung haben im Durchschnitt zwei Kinder weniger, was ein enormer Beitrag zur Problemlösung ist.
  3. Ungebildete Einwohner sind weniger imstande eine wirtschaftliche Transformation zu meistern, d.h. den Übergang von der Landwirtschaft in die Dienstleistungsgesellschaft oder einfache Industriegesellschaft mit Kleinbetrieben. Das agrarwirtschaftliche Lebensniveau bleibt permanent niedrig.

Hält der Trend an ist in achtzig Jahren jeder dritte Weltbürger ein Afrikaner

Die Prognosen der UNO und des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung sind sich einig https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/W15-Bevoelkerungszahl-Wachstum-wenigste-entwickelte-Laender-ab-1950.html: Während die Weltbevölkerung etwa um 2050 mit 9,7 Milliarden Menschen (mittlere Variante) ihren Höhepunkt erreicht und danach bis Ende des Jahrhunderts auf 8,8 Milliarden fällt, „macht„ Schwarzafrika unbeirrt weiter und wird zum Schluss Asien fast einholen. Jeder dritte Mensch auf der Welt ist dann ein Afrikaner

Überbevölkerung als ökonomische Waffe? Muss der Rest der Welt bald Afrika „durchfüttern“?

Wirtschaftlichen Implikationen dieses Megatrends sind vergeblich zu finden. 2018 hatte Afrika einen 3%igen Anteil am Welt-BIP, bei einem 16%igen Bevölkerungsanteil der 2100 auf 34% ansteigen soll. Ein korrespondierender BIP-Anteil für 2100 ist im Netz nicht zu finden. (Leser die dem Autor einen solchen nennen kennen, werden darum gebeten).

Nach Adam Riese müsste das BIP-Wachstum in Afrika in den kommenden achtzig Jahren um über zwei Mal stärker wachsen als in der restlichen Welt will der schwarze Kontinent in 2100 seinen heutigen „Armutsstatus“ verteidigen. Anderenfalls schreitet die Verarmung fort, trotz Wachstumserfolge https://www.dw.com/de/afrika-mehr-armut-trotz-wirtschaftswachstum/a-52829597. was das Migrationstempo noch verstärkt. Nur ein Wirtschaftswunder könnte also die Entwicklung stoppen. Da an ein solches in der Subsahara niemand glaubt, bleiben als Lösung nur illegale Emigration oder ein rigoroses Geburtenverlangsamen. Das erste steht auf der Agenda der Einheimischen, das zweite nicht.

Fatale Signale häufen sich – Migrationspakt zu Lasten weniger G20-Länder

Ganz fatal erschien beim Migrationspakt die Lasten-Konzentration auf wenige (noch!) starke Leistungsländer. Zwei Dutzend „Nein“-Sager vereinigen auf sich über 50% des weltweiten BIP und 60% des globalen Vermögens und sind wirtschaftlich potenter sind als die restlichen 160 „Ja“-Sager. Von den G20 Ländern bleiben Deutschland, Frankreich und Großbritannien als Zahlmeister übrig. http://prawda24.com/migrationspakt-die-verweigerer-sind-wirtschaftlich…. Das liefert sozialer Sprengstoff, wenn es zur Realisierung kommt. Denn auch Bidens Wechsel im Weißen Haus hat aus den USA kein Einwanderungsland für illegale Migration gemacht und die Administration konzentriert sich auf die Legalisierung ihrer Illegalen. Die USA werden sehr wahrscheinlich zur alten restriktiven Einwanderungspolitik zurückkehren https://www.dw.com/de/schlappe-f%C3%BCr-us-pr%C3%A4sident-biden-in-der-einwanderungspolitik/a-58977545

Zivilcourage fehlt – Geburtenreduzierung von westlichen Helfern nicht eingefordert

Die seit der Unabhängigkeit vieler afrikanischer Saaten vor rund 60 Jahren praktizierte Entwicklungshilfe hat eindeutig versagt. Der Grund dafür: Die bürokratische Entwicklungshilfe konzentrierte sich schwerpunktmäßig auf die Bekämpfung von Hunger, Armut und Epidemien sowie Projektfinanzierung (Infrastruktur, Schulen) vergaß dagegen völlig den Afrikaner das Leistungsprinzip und die marktwirtschaftlichen Strukturen beizubringen.

Ebenso wurden aus falscher Rücksicht und fehlender Courage Themen wie Geburtenkontrolle, Abschaffung patriarchalischer Strukturen oder Einführung der Rechtsstaatlichkeit gemieden. In einem ARD-Kurzreport  https://www.youtube.com/watch?v=gXOmfrHErjY wird auf das Weggucken explizit Hingewiesen. Stattdessen beruhigen sich die Entscheidungsträger mit Thesen über das sich verlangsamende Wachstum. Auch internationale Geldgeber, wie die UNO, die westlichen Regierungen, Kirchen und Medien fordern diesen allein vernünftigen Rettungsansatz nicht ein. Die durch die WHO-Irritationen verrufene Bill-Gates-Stiftung bringt das Problem auf den Punkt „Mehr Menschen, mehr Armut“. http://www.taz.de/!5536953/.

Schwarzafrikas Führung nicht kooperativ – keine Geburtenkontrolle beabsichtigt

Schwarzafrikas Granden denken nicht daran, eine Überbevölkerung einzugestehen geschweige denn eine freiwillige Geburtenkontrolle zu betreiben. Davon dürfen sich alle Skeptiker beim Nachgoogeln überzeugen. https://www.nzz.ch/international/ein-afrikanischer-praesident-haelt-ge….

Kein Wunder, wenn nicht unbedeutende Blätter in Deutschland wie die TAZ vom 19,12,2019 Ökomärchen verbreiten. Hier ist nachzulesen: Bevölkerungswachstum in Afrika: Die Demografie-Lüge. Bevölkerungswachstum in Afrika gilt in Deutschland vor allem als Problem. Dabei ist es die Grundlage für Afrikas blühende Zukunft. Im Artikel werden als Argumente die junge Demographie (50% unter 15 Jahre) und die geringe Bevölkerungsdichte (auch Urwald und Wüste dazugerechnet!) zitiert. Wenn das alles ist! Wenn wundert diese Ignoranz, wenn auch Politiker behaupten Flüchtlinge sichern unsere Renten.

Andererseits blieben Konzepte die Wirtschaftshilfe direkt an die Geburtenkontrolle zu koppeln, notfalls mit direkter Auszahlung an korrupte Regierungen der besseren Wirkung wegen, aus. So könnten z.B. Reduzierungen der Geburtenraten um 1% in einem Land wie Niger mit 25 Millionen Einwohner mit einem Bonus von 10 Mrd. € „belohnt“ werden. Warum muss es erst 2050 möglich sein, dass eine Frau im Niger 4,8 Kinder und heute 7,5 bekommt (Graphik)..

Baut Osteuropa im Notfall eine „zweite Mauer“ an seiner Westgrenze?

Weil 40% der Afrikaner auswandern wollen kann die heutige Absichtserklärung schnell zu einer bitteren Notwendigkeit werden https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fast-40-prozent-der-afrikaner-denken-ans-auswandern-16113117.html Die Konsequenzen für ganz Europa wären dramatisch. Dieser heute utopisch klingelnde Fall von flutenden Migrationswellen von West- nach Osteuropa, kann beim Worst Case wohl in Erfüllung gehen.

Hierzu folgende Überlegung:

Erfüllen sich die vorgenannten Auswanderungswünsche der Schwarzafrikaner, so würden damit mindestens 100 Millionen Menschen Westeuropa überfluten. Weil schon ein Bruchteil dieser leistungsschwachen Ankömmlinge die Sozialsysteme der Willkommensländer – geschweige denn deren Sicherheit – durcheinanderbringt, gefährden irgendwann die hierdurch Millionen der neu entstehenden westeuropäischen Armutsflüchtlinge (auch die aus Afrika) das bis dato verschonte Osteuropa. Dieses baut dann eine Mauer an ihrer Westgrenze.

Eine neue Völkerwanderung aus Deutschland, bei der sich auch vermögende Leistungsträger auf dem Weg machen würden, wäre somit geboren. Berlin dürfte zunächst versuchen die letzten aufzuhalten, unfaire Zwangsenteignungen und Kapitalkontrollen einzuführen wie z.B. die Überweisungen von Renten an Ausgewanderte stoppen. Jeder Staat wehrt sich vehement, wenn ihm Leistungsträger weglaufen und die Ressourcen wegschwimmen.

Der zweiter „Eiserne“ Vorhang quer durch Europa, welcher den Alten Kontinent schon 1945-1990 einst trennte könnte zum Schluss Realität werden.

Fazit: 

Die Bevölkerungsexplosion in Schwarzafrika und anderen Entwicklungsländern ist eine reale Bedrohung für die globale Stabilität in den kommenden Jahrzehnten, weil sie ohne realwirtschaftliche Deckung erfolgt. Statt zu handeln und das Menschenwachstum sukzessive auszubremsen, staunen die Betroffenen in den bedrohten Ländern wie schnell Schwarzafrika wächst. Sie betreiben damit eine Realitätsverweigerung. Da kann sich die italienische Marine und der polnische Grenzschutz noch so anstrengen, zu viele werden durchkommen.

Viktor Heese
Über Viktor Heese 154 Artikel
Dr. Viktor Heese - Börsenanalyst, Dozent und Fachbuchautor. Er übersiedelte 1972 aus dem ehem. Ostpreußen und hat bis zur seiner Pensionierung (2014) als Börsenanalyst gearbeitet.

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