Seminar 6: Jahresabschlüsse von Banken nach HGB und IFRS

Lernziel:

In diesem 1- bis 2 Tages-Seminar (Vereinbarung) lernen die Teilnehmer die ökonomische Interpretation der wichtigsten Bestandteile des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Cashflow-Analyse, andere) von Banken kennen und erfahren, wie dort in der aktuellen Finanzkrise Risiken versteckt werden. Die heute praktizierten „legalen“ Bilanzierungstricks werden ausführlich behandelt. Nicht auf das formale, sondern auf das kritische Lesen der Bilanzen kommt es an. So sieht es letztendlich auch die Börse, die sich bekanntlich “nicht irrt”. Als Ex- Börsenanalyst mit 30jähriger BörseneErfahrung, würde ich Ihnen gerne diese Standpunkte vermitteln.

Zielgruppe:

Kredit- und Wertpapieranalysten in Banken, Mitarbeiter der Abteilung Risikocontrolling bei Banken, Wirtschaftsjournalisten, BWL-Studenten im Hauptfach Bankbetriebslehre

Gehaltene Termine:

Deutsche Bank, WGZ Düsseldorf, BAFin Bonn, Rentenbank Frankfurt, vbb Frankfurt

Inhaltsverzeichnis (komprimiert) für Tagesseminar:

  1. Das deutsche Bankensystem im internationalen Vergleich (Struktur, Markt, Aufsicht)
  2. Einzelposten der Bilanz und der GuV-Rechnung nach HGB (Einzelabschluss)
  3. Einzelposten der Bilanz und der GuV-Rechnung nach IFRS (Konzernabschluss)
  4. Überleitung vom HGB in IAS (Beispiele)
  5. Bankenaufsisch und Bilanzierung (Basel II/III, Stresstests)
  6. Bilanzanalyse – Kennzahlen und Verfahren zur Bonitätsbeurteilung von Banken
  7. Beurteilung von Bankaktien durch Börsenanalysten (Beispiele von Analystenstudien)
  8. Legale „Bilanzkosmetik“ bei Banken in der Finanz- und Eurokrise

Ergänzungen bei der 2 -Tages – Variante:

  • Zuerst werden Schritt für Schritt die wichtigsten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung am praktischen Beispiel der Abschlüsse der Commerzbank (IFRS) und einer “noch” HGB-bilanzierenden privaten Bank ( analysiert.
  • Im Anschluss erfolgt die Kennzahlenanalyse, mit der die Rentabilität, Liquidität, Bonität und Solvabilität von Banken beurteilt werden. Folgende Kennzahlen werden dabei behandelt: Cost income ratio, Liquiditätsgrad, RoE, RoI, Zinsmarge, Tier 1 bis 3, RORAC, RAROC, börserelevante Kennzahlen wie KGV, Buchwert, Dividendenrendite.Ergänzend wird auf die Rating – Problematik und die Börsenbewertung eingegangen.
  • Zum Schluß werden einzelne Bilanzierungswahlrechte (Bilanzierungstricks) der Banken in der Finanzkrise beschrieben, mit denen die Banken in der Finanzkrise versuchten Verluste und Eigenkapitaldefizite zu verstecken. Die Teilnehmer sollen lernen, wie diese Praktiken in den Bilanzen erkannt werden können.

Literatur:

Geschäftsberichte zu Einzel- und Konzernabschlüssen (HGB- und IFRS); Hartmann, Th. u.a. . Bankbetriebslehre, Springer 2012; Heese, M., Heese, V.: Legale “Tricks” in Bankbilanzen. Erfahrungen in der Finanzkrise, Diplomica-Verlag 2011

Honorar:     Tagesseminar ab 990 € (zwei Tage ab 1.800 €) bei Gruppen; VB bei Kleingruppen

Ort:               bei Ihnen bzw. bei mir Inhouse (51143 Köln-Zündorf, bis 8 Personen)

Viktor Heese
Über Viktor Heese 74 Artikel
Dr. Viktor Heese - Börsenanalyst, Dozent und Fachbuchautor. Er hat über das postsowjetische Russland und die ehemalige Sowjetunion die Bücher "Die (Un-)Möglichkeit der russischen Imperialpolitik (Tectum 2015) und 25 Jahre danach "Was ist aus der Ex-Sowjetunion geworden?" (epubli 2016) verfasst.

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