Rot-Grüne Zentralverwaltungswirtschaft oder Fall des Merkelismus? Über Krisen sind schon Regierungen gestürzt! Und heute?

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Der Lieblingsspruch „Wir haben so vieles geschafft, …“ wird wohl dieses Mal ausbleiben. Lässt sich doch die Corona-Krise anders als die Finanzkrise von 2008/2009, auch nicht mit noch so viel Geld (schnell) lösen. Während die Krise andauern wird, kann es zu politischen Turbulenzen kommen. Nur in welche Richtung?

Angst vor Massenpanik zwang Berlin bei Fukushima und „Sparerkrise“ zum Handeln

Es gab in Zeiten des Merkelismus selten Fälle, wo Berlin unkontrollierte Massenaktionen des Volkes fürchteten, so wie im Falle von Fukushima (Panik vor Kettenreaktionen bei AKW-Unfällen) oder der „Sparerkrise“ (Angst vor dem Massensturm auf die Bankschalter und Zusammenbruchs des Bankensystems).

Wir erinnern uns an die – im Notfall juristisch völlig wertlose, da nicht einklagbare – berühmte „Spareinlagenzusicherung“ über 568 Mrd. € von Merkel- und ihrem SPD-Finanzminister Peer Steinbrück, die quasi über Nacht am Parlament vorbei das fleißige Sparervolk beruhigte.

Letztendlich ließ sich die globale Finanzkrise 2008/2009 mit viel Geld durch die sog. Banken-Rettungsschirmen und mit ein wenig Konjunkturprogramm – siehe Abwrackprämie von 2.500 € bewältigen. Summa summarum tat das ganze Desaster den Bürger nicht besonders weh, wie eben abstrakte Hilfsprogramme, entgangenes Wachstum oder – bedingt – Börsenverluste eben wenig weh tun.

Merkwürdigerweise kaum Reaktion auf Migrantenkrise und der Verarmung der Bürger

Andererseits ließen die nachfolgenden „ökonomischen Leiden des Volkes“, wie die Finanznot der Kommunen oder der Ressourcenraub der öffentlichen Güter, wie bei den Krankenhäusern, durch die Migrantenalimentation Berlin völlig kalt. Auch auf die Armut in seinen vielen Varianten (Kinderarmut, Rentnerarmut, Bildungsmisere usw.) reagierte das Establishment nicht – von den sozialen Auswirkungen der Migration (Kriminalität, Zerfall der Infrastruktur) ganz zu schweigen.

Warum durfte man eigentlich das alles mit dem Michel machen? Woher kam hier die obige Eistufung in eine gefährliche, weniger gefährliche oder gar ungefährlichen Krisenkategorie? Eine Schnelleinschätzung darf auf die mögliche oder die fehlende Fähigkeit einer Krisenbewältigung durch den Bürger hinweisen wollen. Wenn der Gute durch eigene Arbeit, Opferbereitschaft, Verzicht oder Schmeichelei („Wir schaffen das!“) mithelfen kann macht er stolz mit, sobald ihn seine Obrigkeit ruft. So war es schon öfter in der deutschen Geschichte.

Die Finanzkrise 2008/2009 war wenig spürbar – heute ist es anders

Wie sieht die Lage heute aus? Gegen Corona, Rezession oder Massenarbeitslosigkeit ist der Michel machtlos, wenngleich dennoch schmerzlich betroffen! Dieser unerwartete Verlauf der Dinge muss Berlin komplett verunsichert haben, wenn es schon in dieser frühen Phase mit möglichen Hilfsprogrammen jongliert. Eine Einstufung der Lage in gefährlich gilt als sehr wahrscheinlich.

Was folgt daraus? Nach obiger Theorie muss die Angst vor der Reaktion des Volkes Berlin zum schnellen Handeln zwingen! Aber was sind die Optionen? Die Krise ist heute eine materielle und keine finanzielle wie 2008/2009. Mit Geld kann da wenig gemacht werden.

Rührt sich jetzt endlich der deutsche Michel? Kommt es zu Vorwahlen?

Viele Länder haben funktionierende Katastrophenpläne, die auch einen Einsatz von Militär vorsehen. Deutschland wird mit ihrer maroden Bundeswehr wohl kaum so einen haben. Folglich kann in einer kritischen Lage schnell ein Chaos ausbrechen.

Nicht nur Börsianer sprechen von der Krise als Chance. So wäre auch das Chaos einzustufen. Warum sollte diese Sichtweise nicht in der Politik angewendet werden? Einen solchen Fall gab es in der Geschichte schon häufig (Fall des Kommunismus in 1989).

Verzweifelte Bürger gehen dann schnell auf die Barrikaden ohne viel zu fragen, wer eigentlich die Schuld trägt. Die Regierenden sind generell immer schuldig. Auch der Geduldspfaden des Michels könnte in einer solchen Situation reißen.

In den vielleicht vorgezogenen Neuwahlen, die immer als Rezept sind angewendet werden, sind auch zwei extreme Varianten möglich. Sowohl der Fall des Merkelismus – eine noch nichtexistierende rechtsstaatliche bürgerliche Koalition müsste ihn ersetzen – als auch eine DDR-ähnliche Zwangsverwaltungswirtschaft, die „den Mangel verwaltet“, wären denkbar.

Vor Diskussion um den grünen Kanzler wird nicht erst seit gestern geführt.

Autor: Dr. Viktor Heese – Finanzanalyst und Fachbuchautor https://www.youtube.com/watch?v=ikhrKINzFLs&list=PLeCDw83hPAAo6gcL3uwU …www.finanzer.eu

Viktor Heese
Über Viktor Heese 136 Artikel
Dr. Viktor Heese - Börsenanalyst, Dozent und Fachbuchautor. Er übersiedelte 1972 aus dem ehem. Ostpreußen und hat bis zur seiner Pensionierung (2014) als Börsenanalyst gearbeitet.

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