Realsatire zu Corona-Hilfen. Was passiert, wenn Regierungen das Geld ausgeht?

Die Welt zu retten, kein Problem. Billionen für Konjunkturprogramme auszugeben, kein Problem. Allein die EU will 1,5 Billionen Euro – sprich 1 500 000 000 000 – ausgeben. Was wenn das Geld ausgeht? Eine solche Hiobsbotschaft würde niemand ernst nehmen. Die ganze Welt verhält sich so, als ob die Regierungen auf vollen Kassen säßen und sich diese Frage somit nicht stellt. Dabei wissen alle, dass Geld ein knappes Gut ist (sein sollte) und nur derjenige helfen kann, der es besitzt. Wie kann die „Welt“ gerettet, werden, wenn Regierungen kein Geld haben, Steuererhöhungen in der Krise ausgeschlossen sind und die misstrauischen Privaten ihnen kein Geld leihen wollen?

Die unglückliche Welt von gestern:

Geld war knapp, Gelddrucken brachte Inflation

Noch vor gut einem Vierteljahrhundert war es selbst für solide Staaten – wie der Bundesrepublik – nicht selbstverständlich bei Privatinvestoren (Banken, Fonds, Versicherungen, Bürger) Geld zu leihen. Jede Neumission einer Bundesanleihe war vom einem mühsamen Konditionsgerangel (Zinsen, Tilgung, Laufzeit) begleitet. Hinzu kam noch der Zeitfaktor, d.h. das Geld musste erst bei den Anleihezeichnern eingesammelt werden. Es lag nicht auf der Straße. Bei vielen Unternehmen jeder Größenordnung und Staaten mit schlechten „Bonitätsnoten“ (Ratings) kamen Verschuldungswünsche oft gar nicht in Frage.

Kurzum: der Kapitalmarkt entschied damals in der unglücklichen Zeit wer, wann und wieviel Geld bekam. Ohne ihn hätte es keine Eisenbahnen in den USA oder viele bekannte Kanalbauten. Selbst im 1. und 2. Weltkrieg erfolgten die Zeichnungen der Kriegsanleihen noch auf freiwilliger Basis.

Die Welt zu retten, kein Problem. Billionen für Konjunkturprogramme auszugeben, kein Problem. Allein die EU will 1,5 Billionen Euro – sprich 1 500 000 000 000 – ausgeben. Was wenn das Geld ausgeht? Eine solche Hiobsbotschaft würde niemand ernst nehmen. Die ganze Welt verhält sich so, als ob die Regierungen auf vollen Kassen säßen und sich diese Frage somit nicht stellt. Dabei wissen alle, dass Geld ein knappes Gut ist (sein sollte) und nur derjenige helfen kann, der es besitzt. Wie kann die „Welt“ gerettet, werden, wenn Regierungen kein Geld haben, Steuererhöhungen in der Krise ausgeschlossen sind und die misstrauischen Privaten ihnen kein Geld leihen wollen?

Die unglückliche Welt von gestern:

Geld war knapp, Gelddrucken brachte Inflation

Noch vor gut einem Vierteljahrhundert war es selbst für solide Staaten – wie der Bundesrepublik – nicht selbstverständlich bei Privatinvestoren (Banken, Fonds, Versicherungen, Bürger) Geld zu leihen. Jede Neumission einer Bundesanleihe war vom einem mühsamen Konditionsgerangel (Zinsen, Tilgung, Laufzeit) begleitet. Hinzu kam noch der Zeitfaktor, d.h. das Geld musste erst bei den Anleihezeichnern eingesammelt werden. Es lag nicht auf der Straße. Bei vielen Unternehmen jeder Größenordnung und Staaten mit schlechten „Bonitätsnoten“ (Ratings) kamen Verschuldungswünsche oft gar nicht in Frage.

Kurzum: der Kapitalmarkt entschied damals in der unglücklichen Zeit wer, wann und wieviel Geld bekam. Ohne ihn hätte es keine Eisenbahnen in den USA oder viele bekannte Kanalbauten. Selbst im 1. und 2. Weltkrieg erfolgten die Zeichnungen der Kriegsanleihen noch auf freiwilliger Basis.

Die glückliche Welt von heute:

Geld ist im Überfluss da, es gibt keine Inflation mehr

Heute leben wir in einem Scharaffenland. Es hat sich herumgesprochen, die Corona-Hilfen werden einfach durch die Neuverschuldung finanziert. Geld ist da. So weit, so gut. Könnte dieses Vorhaben an der Weigerung der Investoren, den verschuldeten Staat Geld zu leihen, dennoch scheitern? Schließlich gibt es keinen Anlagezwang und Neue Steuern sind ausgeschlossen.

Ein klares Nein ist die Antwort. Denn um sich von den Launen des Kapitalmarktes unabhängig zu machen, hat die EU (offiziell wird als nicht zugegeben) die EZB Staatsanleihenkäufe erfunden. Dabei gelangt das Geld aus den Anleihen nicht in den breiten Umlauf, kommt also nicht beim Bürger an, sondern bei den Profiteuren des Sozialstaates und wird in der Masse nicht inflationswirksam.

Das funktioniert folgendermaßen: Erst erbringt der Sozialstaat „die Leistung“ – z. B. finanziert die Migrationskosten – die er erst später über Kreditaufnahme oder eine Anleiheemission bezahlt. Finanzierungsvorbehalt? Leider ein Fremdwort. Möglich ist dieses perpetuum mobile deswegen, weil die Unabhängigkeit der EU-Notenbank eine Farce geworden ist und der Euro ein Weltwährung, dank der Leistungen unserer Vorfahren die unsere Länder zu Industrienationen gemacht haben.

Perpetuum mobile oder Wirtschaftskrisen kein Problem mehr für politische „Alleskönner“

Was bewegt aber letztendlich unsere obersten Volksvertreter die EZB-Druckpresse anzuwerfen?

International schnüffelnde „Verschwörungstheoretiker“ werden bei der Antwortsuche bald auf eine interessante These stoßen: Unsere Regierungen testen nicht nur immer wieder neue „Globalkrisen“ (Migration, Klima, Pandemie), die von den vier Reitern der Apokalypse, dem IWF, der WHO, dem Weltklima – und dem Weltmigrationsrat initiiert werden. Sie probieren ebenso aus wie sie mit als Konjunkturprogramm getarnter unbegrenzten Geldschöpfung die „Welt vor diesen Krisen retten“ können. Im Unterschied zu den vergangenen Banken- und Finanzkrisen, bestimmen die Tester selbst und nicht der Kapitalmarkt die Wirkung und Dosierung. Der Bock wird zum Gärtner gemacht, die Macht der Politikmacher zementiert.

Eigentlich sind das höchst gefährliche Experimentierspiele die dann schief gehen könnten, wenn die Konjunkturprogramme verpuffen. Das System bricht aber erst zusammen, falls genügend Bürger mit dem Hinweis, Geld koste ja nichts, die Arbeitsleistung verweigern. Wenn die Geldschöpfung kein Problem ist, könnten viele die Umkehrfrage stellen: Warum noch arbeiten, warum gibt keine Dauerhilfen für alle Willige, sowie für die Corona-Geschädigte aller Couleurs?

Hier die einfache Antwort: „Armutspandemien“ sind für unsere Politeliten kein Geld-Schöpfungsgrund, falls die Benachteiligten es nicht zu erzwingen vermögen. Noch so dramatische Armutsstatistiken werden in Polit-Berlin nur ein Achsenzucken hervorrufen.

Noch eine frohe Botschaft: „Wir sind die EZB!“  oder Schuldenmachen für zukünftige Generationen unschädlich

Hin und wieder traut sich eine warnende Stimme auf die Belastung zukünftiger Generationen mit den heute gemachten Schulden hinzuweisen.

Warum eigentlich? Wenn wir über unsere Regierungen der EZB Geld schulden, schulden wir es im Endeffekt doch uns selber. Die EU-Zentralbanken, wie unsere Bundesbank, sind doch die EZB-Eigner.

Gefährlich wird es, wenn unsere Staatsanleihen nicht die EZB, sondern irgendwelche hartgesottene US-Hedgefonds erwerben. Also muss die Handlungsmaxime lauten: Nicht weniger, wie es einige verirrte EZB-Vorteilsleugner verlangen, sondern möglichst sehr viele Staatsanleihekäufe über die EZB.

Fazit:

Wir brauchen nicht mehr zu arbeiten, dal genügend „Geld da ist“. Wir brauchen auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn wir unseren Nachkommen einen Schuldenberg überlassen. Die EZB-Bank, gehört uns, ihre Forderungen sind unsere Aktiva. Diese erben unsere Nachkommen.  

Viktor Heese
Über Viktor Heese 134 Artikel
Dr. Viktor Heese - Börsenanalyst, Dozent und Fachbuchautor. Er übersiedelte 1972 aus dem ehem. Ostpreußen und hat bis zur seiner Pensionierung (2014) als Börsenanalyst gearbeitet.

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