Deutsche Umwelthilfe versus DAX-Bosse

Der Medienrummel um Siemens-Aufsicht für die Ökogöre Christina Neubauer zeigt wie niedrig jetzt auch die deutsche Wirtschaft gefallen ist. Politische korrekte DAX-Bosse, wie die von Siemens, Volkswagen oder Vonovia knicken vor dem Abmahnverein Deutsche Umwelthilfe ein, rechtfertigen sich in der Öffentlichkeit und glauben die Investoren sehen das nicht. Wird jetzt auch die letzte Bastion gegen die ökonomisch-soziale Absurdität fallen?

Die „Knechte“ – nicht alle sind schwach

Der Ansteckungsgrad von der politischen Korrektheit der Vorstandsherren lässt sich nicht zuletzt an ihren Einstellungen zu Friday for Future und dem Klima-Wahnsinn messen. Noch sind nicht alle infiltriert. Die Hälfte der im „Schwarzbuch“ befragten Unternehmen gaben keine Antwort auf eine entsprechende Umfrage des Vereins.

Auch ohne ein wirtschaftswissenschaftliches Studium leuchtet ein, dass der sich bundesweit ausbreitende Auflagen- und Kontrollwahn besserwissender Ökologen – massiv unterstützt durch die Grünen und die Linke – sowie das einseitige Urteilsverhalten deutscher Gerichte Standortnachteile sind. Auslandsinvestoren werden die weitere Entwicklung der Szene genau beobachten.

Der Börse gefallen die billigen Anbiederungsversuche an das System und die Straße schon lange nicht. Das zeigt die Kursentwicklung von Siemens, Volkswagen oder der Deutsche Telekom. Auch wenn das Phänomen keine fünf Jahre alte ist, könnte ein Teil der auffälligen Kursschwäche auf diese „Korrektheit“ zurückzuführen sein.

Oder umgekehrt argumentiert: die Schwachen biedern sich an, damit sie mehr Staatsaufträge und öffentliche Unterstützung bekommen oder einfach nur von den operativen Nöten ablenken wollen. „Inkorrekter“ SAP-Gründer und DAX-Champion Hasso Plattner will Deutschland verlassen, wenn die Vermögenssteuer kommen soll. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/debatte-ueber-vermoegensteuer-sap-gruender-hasso-plattner-dann-muss-ich-deutschland-verlassen/25360244.html

Geschäftsmodell Abmahnverein zahlt sich aus

Die „Berufsabmahner“ von der DUH betreiben ihr Geschäft schon seit 1975, allerdings mit unterschiedlichem Glück. Erst mit der höchstrichterlichen Legalisierung ihrer Einnahmequelle, „Erträge aus ökologischer Marktüberwachung“ durch das Bundesverfassungsgericht kommt der 361 Mitglieder zählende Verein richtig in Fahrt. Diese Abmahnungsgelder lieferten 2018 einen Beitrag von 2,2 Mio. € oder von über 20%, bei einer Bilanzsumme von 10,7 Mio. €.

Der Personalbestand der Berufsökologen steigt kontinuierlich und ist 2018 auf 126 Mitarbeiter angewachsen (ohne Vorstand). Die Bezahlung mit über 48.000 € für Tarifangestellte – oder 25% mehr als das sog. Durchschnittsentgelt der Gesetzlichen Rentenversicherung – ist hervorragend. Man hat ja das Geld! Auch die Außertariflichen verdienen mit einem Jahressalär von über 110.000€ etwa so viel wie unsere Bundestagsabgeordneten.

Seit 2002 haben sich Bilanzsumme, Einnahmen und die Mitarbeiterzahl vervierfacht. Das zeigen die knappen Finanzzahlen in den 38 Seiten starken Jahresberichten, die mit – einem professionellen Rapport eher unähnlich – Eigenlob, Selbstüberschätzung, Anmaßungen und Forderungen glänzen.  https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/DUH_Publikationen/Jahresberichte/Jahresbericht_2019_final.pdf.

Geheimwunsch klageberechtigter Verbraucherschutzverein – Nachahmer stehen in den Startlöchern

Welcher der 78 vom Justizministerium zugelassenen sog. qualifizierten Einrichtungen mit Klagerecht in Sachen Verbraucherschutz möchte nicht so berühmt und mächtig wie die DUH werden, weltbekannte Konzerne und deutsche Großstädte zittern lassen, den Politiken die Leviten lesen und mit Beugehaft (Nichteinhaltung der Dieselverbote!) drohen dürfen und den Bürger belehren? file:///C:/Users/User/Downloads/Liste_qualifizierter_Einrichtungen%20(4).pdf,

Von solchen Status träumt wahrscheinlich der oft mit der DUH in Erscheinung tretende Dachverband Kritische Aktionäre (DKA) https://www.kritischeaktionaere.de/, eine seit 1986 existierende Einrichtung mit (noch?) mit heute noch kleinen Bilanzverhältnissen und fehlender KVV-Berechtigung aber dennoch erstaunlich gut vernetzt sind und eng mit Mitgliedsorganisationen der Öko-Szene zusammenarbeiten.

Die DKA-Seite ist informativ und transparent – da muss neidvoll zugegeben werden. Sie liest sich wie ein fundiertes „Schwarzbuch“ der Deutschen Wirtschaft und führt auf was ihr im globalen Maßstab wegen der Duldung von Klimasünden und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wird. Das Dossier warnt die dort beobachteten 43 deutschen Großunternehmen vor der Gefahr, was ihnen blühen kann, sobald Klagevoraussetzungen vorliegen sollten.

Dem Aktionär ist die Lektüre unbedingt zu empfehlen. Hier erfährt er schnell in welchen Punkten juristisches Ungemach und eventuelle Kursturbulenzen droht. Viel deutlicher lässt sich vergleichbares ideologisch geprägtes Belastungsmaterial nicht zusammentragen.

Vorläufig scheinen es nur Randereignisse zu sein, wenn auf Hauptversammlungen die Vorstände des Vereins dem nur 1.200 der über 3 Mio. deutschen Aktionären das Stimmrecht anvertraut hatten, mit fordernden Reden laut agieren. Dennoch bleibt Vorsicht geboten: Der Trend spricht immer deutlicher für die selbsternannten Klimaretter. Wehret den Anfängen!

Die Kneifer – jetzt knicken auch DAX-Bosse knicken ein

Erste ernste Warnzeichen gibt es schon lange. Denn immer mehr DAX-Vorstände beginnen zu kneifen, rechtfertigen sich und werden „politisch korrekter“ – wie die Beispiele von Siemens, Volkswagen und Deutsche Wohnen in dem eingangs genannten Artikels zeigen.

Unter Umständen ließe sich der Ansteckungsgrad am Beispiel der Einstellung dieser Herren zu den Aktivistenfragen zu Friday for Future oder dem Klima-Engagement usw. messen. Noch sind nicht alle infiltriert. Die Hälfte der im „Schwarzbuch“ befragten Unternehmen gaben keine Antwort auf eine entsprechende Umfrage des Vereins.

Auch ohne ein wirtschaftswissenschaftliches Studium leuchtet ein, dass der sich bundesweit ausbreitende Auflagen- und Kontrollwahn besserwissender Ökologen – massiv unterstützt durch die Grünen und die Linke – sowie das einseitige Urteilsverhalten deutscher Gerichte Standortnachteile sind. Auslandsinvestoren werden die weitere Entwicklung der Szene genau beobachten.

Der Börse gefallen die billigen Anbiederungsversuche an das System und die Straße schon lange nicht. Das zeigt die Kursentwicklung von Siemens, Volkswagen oder der Deutsche Telekom. Auch wenn das Phänomen keine fünf Jahre alte ist, könnte ein Teil der auffälligen Kursschwäche auf diese „Korrektheit“ zurückzuführen sein.

Oder umgekehrt argumentiert: die Schwachen biedern sich an, damit sie mehr Staatsaufträge und öffentliche Unterstützung bekommen oder einfach nur von den operativen Nöten ablenken wollen. „Inkorrekter“ SAP-Gründer und DAX-Champion Hasso Plattner will Deutschland verlassen, wenn die Vermögenssteuer kommen soll. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/debatte-ueber-vermoegensteuer-sap-gruender-hasso-plattner-dann-muss-ich-deutschland-verlassen/25360244.html

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Viktor Heese
Über Viktor Heese 142 Artikel
Dr. Viktor Heese - Börsenanalyst, Dozent und Fachbuchautor. Er übersiedelte 1972 aus dem ehem. Ostpreußen und hat bis zur seiner Pensionierung (2014) als Börsenanalyst gearbeitet.

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