Charttechnik Seriöse Theorie oder Hokus Pokus? 

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Viele Anleger wollen nicht nur an der Börse das große Geld verdienen, sondern auch das „Börsenspiel“ beherrschen. Dann macht Börse erst richtig Spaß! Häufig werden sie dabei von den „Spezialisten“ zu Recht gewarnt, dass das Verstehen und Erlernen (vermeintlich) einschlägiger „Börsengesetze“ nicht einfach sei. Abgesehen von der Schwierigkeit der Datenbeschaffung schreckt die Fachsprache der Börsianer – vor allem die Begriffswelt der fundamentalen Wertpapieranalyse mitihren Kennziffern, Bewertungsmodellen und Bilanzen – so manchen unbedarften Aspiranten ab. Wie praktisch es doch wäre, gäbe es eine Methode, die dem Kleinanleger das Parkettgeschehen auf viel einfachere Weise erklären würde. Eine Methode also, die dieser selber nachvollziehen und für seine Börsenstrategien anwenden könnte.
Die Chartanalyse ist de facto universell einsetzbar, Seit über einem Jahrhundert glauben viele Anleger, in der Chartanalyse, die alternativ Technische Analyse genannt wird, die „goldene Regel“ gefunden zu haben. Die Anhänger dieser Theorie (Chartanalysten) glauben, ein adäquates Börsenbild allein aus den graphischen Kursverläufen (Charts) ableiten zu können. Eine Schnelldiagnose und -prognose sind dann viel einfacher zu gewinnen als aus der komplizierten Fundamentalanalyse. Die menschlichen Sinne reagieren ja bekanntlich intensiv er auf das Gesehene als auf das Gehörte oder das Geschriebene. Kursverläufe lassen sich zudem exakt messen und sind im Unterschied zu den Bilanzzahlen weniger manipulierbar. Damit wäre die Methode nicht nur einfacher, sondern ihre Ergebnisse auch objektiver.
Darüber hinaus ist diese Analyse auf alle Kapitalanlagearten anwendbar, unabhängig davon, ob es Aktien, Anleihen, Devisen oder Fonds sind. Fundamentalanalysten benötigen in diesem Fall ganz unterschiedliche Analyseinstrumente. Angesichts solcher unbestritte nen Vorteile stellt sich jedoch die Frage, ob die charttechnischen Diagno sen und Prognosen treffsicherer sind! Denn das, was einfacher zu handhaben ist, muss nicht unbedingt besser sein. Schließlich will man an der Börse Geld verdienen!
Hier erfährt der Anleger die große Enttäuschung. Auch mit der Chartanalyse wird er an der Börse nicht schnell reich. Warum das so ist, erfährt der Leser in diesem Fokus, der sowohl eine kurz e Auswahl der gängig en „charttechnischen Börsenregeln“ als auch ihrer Schwächen und Stärken vorstellt. Es ist wichtig, die spezifische Denkweise der sich von der Fundamentalanalyse so stark unterscheidenden Methode näher zu erläutern.
Ausgabe 6 / 2008 apo Fokus (18 Seiten)
Viktor Heese
Über Viktor Heese 80 Artikel
Dr. Viktor Heese - Börsenanalyst, Dozent und Fachbuchautor. Er übersiedelte 1972 aus dem ehem. Ostpreußen und hat bis zur seiner Pensionierung (2014) als Börsenanalyst gearbeitet.

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