BÖRSENVERLAG SPEZIALREPORT: WIE SIE MIT CFDs TRADEN

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 Was ist ein CFD?
Das Kürzel CFD steht für „Contract for Difference“ („Differenzkontrakt“). Dieses Finanzinstrument wurde in den frühen 90er-Jahren von der UBS in London entwickelt, um die britische Stempelsteuer im Aktienhandel zu umgehen. Dabei wurde ein steuerfreies Produkt kreiert, das den Aktienhandel indirekt, in Form eines „Abkömmlings“ (Derivat), abbildete. Durch den späteren Einbau des Hebels wurde das Instrument von institutionellen Händlern breit eingesetzt, um ausstehende Positionen abzusichern.
Auch Privatinvestoren entdeckten bald die Vorteile der neuen Anlage. Denn dabei wird mit dem jeweiligen Broker ein Vertrag (Kontrakt) geschlossen, der ausschließlich die ökonomischen Auswirkungen des Aktienbesitzes, also die Wertveränderungen, eins zu eins nachbildete. Durch den Erwerb des CFDs sind Anleger nicht am Unternehmen beteiligt, sondern nur Inhaber einer Forderung, deren Wertentwicklung von den Kursbewegungen der jeweiligen Aktie abhängt. Die Differenz aus dem Kauf- und dem Verkaufspreis des Kontraktes werden jeweils dem Broker-Konto gutgeschrieben, bzw. es wird damit belastet.
In den vergangenen 20 Jahren hat sich dieses Konzept nur wenig verändert:Heute werden weltweit Tausende neue CFDs zu Wertpapieren und andere Anlagen (Anleihen, Indizes, Rohstoffe usw.) entwickelt, die Basiswerte genannt werden. Allein an der Londoner Börse (LSE) macht der Handel mit diesen Finanzprodukten derzeit etwa 30% aller Umsätze aus.
Viktor Heese
Über Viktor Heese 99 Artikel
Dr. Viktor Heese - Börsenanalyst, Dozent und Fachbuchautor. Er übersiedelte 1972 aus dem ehem. Ostpreußen und hat bis zur seiner Pensionierung (2014) als Börsenanalyst gearbeitet.

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