Auch mit EU-Staatsanleihen waren 2019 über 8% Rendite zu verdienen!

Unser Musterdepot mit +8,33% auf Platz 3. im Vergleich mit besten Fonds

In der angeblichen „Nullzinsphase“ tauchen glücklicherweise stets Belege dafür auf, dass dieses Axiom Unsinn ist und es sich auch bei Staatsanleihen der EU-Länder eine ansehnliche Rendite erzielen lässt – ganz ohne Währungs- und Bonitätsrisiko. Es gilt dabei nur die „richtige Anleihestrategien und die richtigen Anleihen“ zu finden um Kursgewinne wahrscheinlich zu machen. Diese Möglichkeit bieten die langlaufenden Titel (ab fünf Jahre Restlaufzeit) mit einem hohen Kupon (ab 5% jährlich).

Unser Musterdepot erzielte 2019 eine Performance von 8,33%

Aufbauend auf diesem Prinzip erzielte unser Musterdepot Öffentliche Anleihen in 2019 eine Rendite von +8,34%, die sich aus Kursgewinnen von 2,50% und Zinsen 5,84% – inklusive des Gewinnes aus dem Verkauf der Bundesanleihe – zusammensetzt. Würden die kriselnden Pensionskassen diese Strategie anwenden, hätten sie keine Finanzierungslücken: https://www.finanzen.net/nachricht/zinsen/bafin-zinsflaute-trifft-pensionskassen-besonders-hart-8358947. Anmerkung: im worst case fällt die Rendite bei Endfälligkeit auf Null. Dieser Airbag ist die Belohnung für die Begrenzung nach oben, weil der Anleger auch ohne Kursgewinne zufrieden sein sollte, so wie ein Aktionär mit seiner Dividende.

Im Endeffekt geht es also bei dieser Strategie darum, per Saldo den mindestens den hohen Kupon zu vereinnahmen. Wichtig ist zudem, Umschichtungen und Tradings zu vermeiden. Die Gelegenheit dafür bot sich als das Musterdepot im August zwischendurch eine Performance von 9,60% erzielte. Hin und her macht Taschen leer! – warnt jedoch ein alter Börsenspruch. Die Zwischenergebnisse am jeweiligen Monatsende sind in den Börsenbriefen Zinsdetektiv zu finden. Beispiel hier:  https://finanzer.eu/wp-content/uploads/2019/12/Zinsdetektiv-Brief.12.pdf

Die Anzahl der „Anleihekandidaten“ https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11686768-dax-bonitaetsstarken-unternehmensanleihen-schlagen/2 im über 70.000 Rententitel zählendem Universum ist erstaunlicherweise gering. Sie reduziert sich auf ein knappes Dutzend, wovon sich der Leser bei der Nutzung der Anleihen-Finder auf den Finanzportalen bei den eingestellten Kriterien: Laufzeit, Kupon, Euro, Stückelung, Bonität und Kündigungsusancen überzeugen kann.

Der marktbeste Rentenfonds erzielte eine Performance von +9,69% 

Der absoluter Anlageerfolg ist ohne Vergleich mit einer passenden „Messlatte“ wertlos. Für den Rentenbereich eignen sich als Benchmark entweder die Zinsstrukturkurve, die die „Marktrenditen“ auf der Endfälligkeitsbasis – also Kursgewinne -angibt oder die Anlageergebnisse der Marktprofis in diesem Segment, d. h. der Rentenfonds-Manager und eventuell der Asset Manager. Anders als im Aktienbereich nicht geeignet ist ein Vergleich mit einem Rentenmarktindex, wie z.B. dem REX.

Nach dem Finanzportal onvista führen zwei in Euro nominierende Fonds von DPAM Invest mit dem Anlageschwerpunkt Staatsanleihen Europa mit jeweils +9,69% die Bestenliste in dieser Kategorie an. https://www.onvista.de/fonds/finder?idTypeFund=76&idInvestmentFocus=5673. Nach Abzug von 2% Ausgabeaufschlag und laufender Kosten von 0,51%/0,47% liegt unser Musterdepots allerdings vorne.

Für den Privatanleger wird dieser einfache Performance-Vergleich ausreichen. Ihn interessieren weniger Risiko-Indikatoren, wie Volatilität, maximaler Jahresverlust oder positive Monate, allenfalls die Ratings und die Währungssicherheit. In USD oder GBP nominierenden Fonds haben auch bei Staatsanleihen verständlicherweise eine bessere Performance, die seit fünf Jahren nicht zuletzt auf die höheren Leitzinsen zurückzuführen ist https://www.finanzen.net/zinsen/leitzins/usa

Ein Mehrjahresvergleich kann wegen der einjährigen Historie des Musterdepots nicht erfolgen.

Dr. Viktor Heese – Finanzanalyst und Fachbuchautor;

Viktor Heese
Über Viktor Heese 127 Artikel
Dr. Viktor Heese - Börsenanalyst, Dozent und Fachbuchautor. Er übersiedelte 1972 aus dem ehem. Ostpreußen und hat bis zur seiner Pensionierung (2014) als Börsenanalyst gearbeitet.

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